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Barrierefreie Gestaltung von Querungsanlagen

Barrierefreie Gestaltung von Querungsanlagen an Ortsdurchfahrten von Bundesfernstraßen FE 02.0406/2016/KGB

Für Menschen mit körperlichen oder sensorischen Einschränkungen besitzt eine barrierefreie Verkehrsraumgestaltung eine hohe Relevanz für eine selbstständige Mobilität. Bei der Gestaltung von Querungsanlagen soll auf die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Personengruppen eingegangen werden. Auch die Belange des Radverkehrs dürfen dabei nicht vernachlässigt werden.

In einer früheren Untersuchung von Boenke et al. (2014) wurde eine Bordhöhe von 3 cm als geeigneter Kompromiss für Menschen mit Gehbehinderung sowie blinde und sehbehinderte Menschen identifiziert. Eine weitere Möglichkeit kann die Ausbildung einer Querungsstelle mit differenzierten Bordhöhen sein (Doppelquerung). Aufgrund baulicher oder räumlicher Zwänge lässt sich diese allerdings nicht flächendeckend umsetzen und fordert zudem einen höheren finanziellen Ressourceneinsatz. Von Boenke et al. (2014) wurden bereits Ansätze für Lösungen ermittelt, die zu einer optimalen und für alle ohne maßgebliche Einschränkungen nutzbaren Querungsstelle unter sparsamen Einsatz von Finanzmitteln führen könnten. Dabei wurde eine kombinierte (einheitliche) Überquerungsstelle in Form einer geneigten Fläche in Kombination mit Bodenindikatoren für eine weitere Untersuchung empfohlen. Zudem sollen insgesamt unterschiedliche Formen von in der Praxis umgesetzten Querungsanlagen analysiert und bewertet werden. Im Ergebnis soll durch die Bestimmung von Einsatzbedingungen anhand einer Übersicht deutlich werden, wann welche Anlagenform einzusetzen ist.

Ebenfalls sollen visuelle Kontraste betrachtet werden, da sie für Menschen mit Sehbehinderung eine wichtige Rolle spielen, um sich selbstständig und sicher im öffentlichen Raum bewegen zu können. Hierbei sollen bereits umgesetzte Lösungen betrachtet werden, sodass eine Fortschreibung der E BVA möglich wird.

Das Institut Verkehr und Raum ist im Vorhaben Unterauftragnehmer der STUVA in Köln.

Projektleitung

  • Dr. Markus Rebstock

Projektlaufzeit

November 2018 bis Oktober 2020

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) / BASt